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Flexibles Material: Der Skiff Reader

Flexibles Material: Der Skiff Reader

Nach der ersten Welle an elektronischen Lesegeräten für digitale Dokumente rund um das Jahr 2000 – und den zahlreichen Misserfolgen wie das Rocket-eBook – rühren große wie kleine Unternehmen die Werbetrommel, um Lesern auf der Welt begreifbar zu machen, dass die neuen E-Books die besseren Bücher sind.

Doch hier irren Amazon, Thalia, Sony und andere Unternehmen gewaltig. Denn die Vorteile eines E-Books liegen an einer anderen Stelle, die noch weitestgehend ignoriert wird.

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Über einen interessanten Artikel im Smashing Magazine zum Thema “Minimizing Complexity In User Interfaces” bin ich auf das Blog von Brandon Walkin gestoßen. Brandon Walkin ist User Interface Designer aus Toronto und schreibt unregelmäßige – dafür aber sehr interessante – Beiträge zum Thema Interface Design. Er hat sich ein paar Wochen nach dem Release der neuen Tunes Version 9.0 ein Wochenende Zeit genommen und minimales visuelles Feintuning am User Interface der Apple Software vorgenommmen. Weiterlesen

Jahrelang waren es Forschungsobjekte und Prototypen, doch nun entsteht die industrielle Produktion: Seit September 2008 fertigt das britische Unternehmen Plastic Logic in Dresden biegsame elektronische Kunststoffdisplays für eBooks. Das elektronische Papier ist etwa so dick und so groß wie ein Schreibblock, wiegt kaum 500 Gramm, soll die Vorteile von Computerbildschirm und Papier vereinigen. Ähnliche Produkte haben Anbieter wie Sony auch schon im Programm. Doch das Elektropapier aus Dresden sei größer und trotzdem flacher als Konkurrenzprodukte sagt Firmenchef Richard Archuleta.

Biegsame Plastikfolie und eine selbst entwickelte Kunststoffelektronik machen nach seinen Angaben die Vorzüge des Plastic-Logic eBooks aus. Die handlichen Displays sollen mit elektronischen Zeitungen, Büchern und Magazinen, aber auch Computer-Dokumenten in verschiedenen Formaten benutzt werden können. Über einen Mini-USB-Stick, per Kabel oder Bluetooth werden die Daten auf das Display übertragen. Auch eine Verbindung per W-Lan ist bereits angedacht.

“Es spart Papier, Druckfarben und Kosten für den Transport”, sagte Archuleta. Dokumente könnten kommentiert und Textstellen unterstrichen werden. Kinder könnten darauf beispielsweise ihre Schulbücher speichern, müssten keine schweren Mappen mehr schleppen. “Laptops oder Notebooks werden aber nicht ersetzt”, stellte Archuleta klar.

Die Markteinführung ist laut Archuleta für das kommende Jahr geplant. Dann gebe es auch Angaben zum Preis und zum Namen des Produktes. Die Fertigung werde mit mehreren hunderttausend Stück starten. Mehr als eine Million eBook-Displays sollen jährlich aus Dresden kommen. Bis 2010 wird ein weltweiter Bedarf von mehr als 42 Millionen Stück erwartet. Rund 200 Millionen US-Dollar Risikokapital wurden in das Projekt der in Cambridge gegründeten Firma investiert.

Mit Abmessungen von 216 mal 279 Millimeter erreicht das Display etwa DIN-A4-Größe. Die Bildschirmdiagonale wird mit 10,7 Zoll (27 Zentimeter)angegeben. Die Bedienung erfolgt per Finger auf der berührungsempfindlichen Oberfläche – durch einfaches Antippen der Bildschirmfläche wird beispielsweise die Seite umgeblättert. Für Texteingaben soll eine virtuelle Tastatur eingeblendet werden. Eine Akkuladung soll nach Angaben des Herstellers für etwa eine Woche reichen.

Ob das eBook von Plastik Logic mit der Konkurrenz von Amazon und Sony mithalten kann, muss sich erst zeigen. Sein größter Vorteil liegt sicher in der Flexibilität und der Größe des Bildschirms. Ausschlaggebend für den Erfolg dürfte letztlich sein, wie viel Inhalte es dafür geben wird und ob es preislich mit den Platzhirschen mithalten kann.

Hier gehts zum Artikel von Spiegel Online.