Über einen interessanten Artikel im Smashing Magazine zum Thema “Minimizing Complexity In User Interfaces” bin ich auf das Blog von Brandon Walkin gestoßen. Brandon Walkin ist User Interface Designer aus Toronto und schreibt unregelmäßige – dafür aber sehr interessante – Beiträge zum Thema Interface Design. Er hat sich ein paar Wochen nach dem Release der neuen Tunes Version 9.0 ein Wochenende Zeit genommen und minimales visuelles Feintuning am User Interface der Apple Software vorgenommmen. Weiterlesen
Das intelligente Interface
In dem Buch “The Human Interface” (dt. “Das intelligente Interface”) beschreibt Jef Raskin wie Computer konstruiert werden können, die leichter zu verstehen und zu bedienen sind. Das Buch enthält viele im Grunde banale aber dennoch elementare Erkenntnisse: “Users do not care about what is inside the box, as long as the box does what they need done.” oder “A computer shall not waste your time or require you to do more work than is strictly necessary.” Diese Statements fassen die Kernaussage des Buchinhalts zusammen: Wie mache ich möglichst einfache Interfaces – ohne Schnickschnack? Im Mittelpunkt steht stets der Mensch und seine Bedürfnisse.
Raskin stellt die Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung vor und beschreibt die Schwächen der heutigen und älteren Interfaces und zeigt wie vorbildliches Design aussehen kann. Das Buch ist zwar schon etwas älter, die Aussagen sind aber nach wie vor aktuell. Es enthält viele interessante Denkansätze und diente mir als wissenschaftliche, theoretische Basis für meine Diplomarbeit.
Weitere Themen und Stichworte aus dem Buch: Interface, Schnittstelle, Ergonomie, Kongnitives Bewusstsein, Zentrum der Aufmerksamkeit, Modi und Gesten, Elementaraktionen, Dateinamen und Strukturen, Suchmethoden, intuitive und natürliche Interfaces, Fehlermeldungen.
Aus meiner Sicht ein Referenzwerk zum Thema »User Interface Design«. Absolut Empfehlenswert!
Info zum Autor: Jef Raskin (†2005) war Designer von interaktiven Benutzerschnittstellen. Anfang der 80er-Jahre arbeitete er für Apple im Bereich Computer-Interfacedesign. Er gilt als Vater des Macintosh-Projekts und war unter anderem mit verantwortlich für die Entwicklung von “Drag and Drop”.
Simplicity
In der Kürze liegt die Würze – John Maeda, “The Godfather of Interaction Design”, fasst die zehn Gesetze der Einfachheit zusammen. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf Design, sondern verallgemeinert seine Theorie auf Wirtschaft, Technik und Alltag. Der Weg zum Glück und Erfolg komprimiert auf 100 Seiten – einfacher geht’s nicht!

“Simplicity ist der Rettungsanker in einem Meer immer komplexerer Prozesse und zunehmend unüberschaubarerer Funktionalitäten.”
Einführung in die Wahrnehmungspsychologie
Um ansprechende Mensch-Maschine-Schnittstellen zu gestalten sind Kenntnisse in Photoshop & Co nicht ausreichend. Ein Interface ist Sehen, Hören, Fühlen (Fortsetzung folgt…). Um diese Sinne ansprechen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit der Wahrnehmungspsycholgie unabdingbar.
Zu diesem Thema kann ich das Lehrbuch “Einführung in die Wahrnehmungspsychologie” von Rainer Schönhammer empfehlen. Schönhammer ist Professor an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design in Halle.

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