Farben werden im Interfacedesign benutzt, um den Grad der Ästhetik zu erhöhen, diverse Elemente zu gruppieren oder die Aufmerksamkeit des Users zu erhöhen. Farben können den Eindruck und die Gefühlslage eines Users auf eine Software verändern. Die verschiedenen Farben werden in einem Farbkreis dargestellt, ein Art Schema, welches die Farben ordnet.
Allgemein lässt sich der Begriff “Farbe” hinsichtlich seiner Benutzung in vier Kategorien einteilen:
Farbpalette
Es ist vorteilhaft mit Farben sparsam umzugehen, so sollte man höchstens fünf verschiedene Farben verarbeiten, da sonst das Auge mit der Aufnahme von Informationen überfordert ist.
Man unterscheidet zwischen warmen und kalten Farben. So zählt man die Farbtöne von Gelb bis Rotviolett zu den warmen Tönen und von Violett bis Grüngelb zu den kühlen.
Farbcodierung
Dateien, Objekte oder Bedienelemente sollten kategorisiert werden, sodass jedes Thema eine eigene Farbcodierung bekommen kann.
So bekommen beispielsweise alle Icons einen gelben Hintergrund und eine schwarze Kontur, dadurch wird dem User gezeigt, alle gelben Symbole mit schwarzer Kontur sind Platzhalter fĂĽr eine Aktion.
Farbsättigung
Gesättigte Farben erregen die Aufmerksamkeit des Users aufgrund ihrer Prägnanz. Dabei muss man zwischen gesättigten und entsättigten Farben unterscheiden.
Entsättigte helle Farben werden beispielsweise vom User als freundlich empfunden. Ganz im Gegensatz von dunklen entsättigten Farben, die der User als ernst empfindet.
Farbkombinationen
Es lassen sich folgende Farbkombinationen bilden:
- Analoge Farben, das sind Farben die im Farbkreis nebeneinander liegen.
- Triadische Farben, das sind Farben die an den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks im Farbkreis liegen.
- Komplementär Farben, das sind Farben die im Farbkreis unmittelbar gegenüber liegen.
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