Your Digital DNA

Your Digital DNA

Wir kommunizieren permanent im Internet – doch das erst seit einigen Jahren. In dieser kurzen Zeitspanne haben wir als digitale Erdenbewohner eine Unmenge an Informationen hinterlassen. Spuren, die auf uns zurückweisen.

Welche Spuren hast Du im World Wide Web hinterlassen? Personas stellt Deine persönliche Online-DNA dar. Anhand verschiedener Kategorien werden Informationen zusammengetragen und als „Menge“ dargestellt. Die Kategorien werden prozentual auf einem Balken verteilt und farblich gekennzeichnet.

Welche Informationen tatsächlich gefunden werden, sieht der Benutzer während des Suchprozesses anhand gefundener Textstellen. Genaueres ist jedoch auf diesem Wege nicht zu erfahren.

Personas funktioniert nur mit realen Namen oder Nicknames, die tatsächlich im Internet verwendet werden. So kann man sich theoretisch von jeder beliebigen Person ein Profil erstellen lassen – nur theoretisch, denn nicht jeder Name ist einzigartig. So wird ein Peter Müller oder ein John Myers keine eindeutige Anzeige zulassen.

Einen Blick wert ist das Tool, das Aaron Zinman mit Hilfe vonAlex Dragulescu, Yannick Assogba und Judith Donath gestaltet hat, allemal. Personas stellt eine weitere großartig einfache Möglichkeit dar, Komplexität in anschaulicher Form darzustellen.

Aaron Zinman sagt zu seiner Erfindung: „In a world where fortunes are sought through data-mining vast information repositories, the computer is our indispensable but far from infallible assistant. Personas demonstrates the computer’s uncanny insights and its inadvertent errors, such as the mischaracterizations caused by the inability to separate data from multiple owners of the same name. It is meant for the viewer to reflect on our current and future world, where digital histories are as important if not more important than oral histories, and computational methods of condensing our digital traces are opaque and socially ignorant.“

Dem wollen wir nichts hinzufĂĽgen und wĂĽnschen viel SpaĂź: Hier gehts zu Personas

Personas ist Teil der Ausstellung „Metropath(ologies)“ am MIT Museum, kuratiert von Mitarbeitern des MIT Media Lab. Die Ausstellung ist eine Installation über das Leben in der Welt, die mit Informationen und permanenter Kommunikation überflutet wird. Hier gehts zur Website des MIT

1 Kommentar

Oli N. am 20. August 2009 um 0:06 Uhr:

Mein erster Eindruck zu dem Tool fällt eher negativ aus…
Der Algorithmus liest Textbestandteile ein, in denen der gesuchte Name vorkommt und kategorisiert diese.

Dass dabei erheblicher Schrott herauskommt, sollte klar sein: So werden in dem Textabschnitt “Willkommen auf der Website von Max Mustermann, bitte aktivieren Sie JavaScript” auch die Wörter “Website” und “JavaScript” einberechnet und z.B. in den Bereich “Online” kategorisiert, obwohl Herr Mustermann vielleicht mit dem WWW (auĂźer seiner Website, die er in Auftrag gegeben hat) ĂĽberhaupt nichts am Hut hat.

Zudem finde ich die Kategorisierungen ziemlich schwammig und wenig aussagekräftig.

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