In dem Buch “The Human Interface” (dt. “Das intelligente Interface”) beschreibt Jef Raskin wie Computer konstruiert werden k├Ânnen, die leichter zu verstehen und zu bedienen sind. Das Buch enth├Ąlt viele im Grunde banale aber dennoch elementare Erkenntnisse: “Users do not care about what is inside the box, as long as the box does what they need done.” oder “A computer shall not waste your time or require you to do more work than is strictly necessary.” Diese Statements fassen die Kernaussage des Buchinhalts zusammen: Wie mache ich m├Âglichst einfache Interfaces ÔÇô ohne Schnickschnack? Im Mittelpunkt steht stets der Mensch und seine Bed├╝rfnisse.

Raskin stellt die Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung vor und beschreibt die Schw├Ąchen der heutigen und ├Ąlteren Interfaces und zeigt wie vorbildliches Design aussehen kann. Das Buch ist zwar schon etwas ├Ąlter, die Aussagen sind aber nach wie vor aktuell. Es enth├Ąlt viele interessante Denkans├Ątze und diente mir als wissenschaftliche, theoretische Basis f├╝r meine Diplomarbeit.

Weitere Themen und Stichworte aus dem Buch: Interface, Schnittstelle, Ergonomie, Kongnitives Bewusstsein, Zentrum der Aufmerksamkeit, Modi und Gesten, Elementaraktionen, Dateinamen und Strukturen, Suchmethoden, intuitive und nat├╝rliche Interfaces, Fehlermeldungen.

Aus meiner Sicht ein Referenzwerk zum Thema ┬╗User Interface Design┬ź. Absolut Empfehlenswert!

Info zum Autor: Jef Raskin (ÔÇá 2005) war Designer von interaktiven Benutzerschnittstellen. Anfang der 80er-Jahre arbeitete er f├╝r Apple im Bereich Computer-Interfacedesign. Er gilt als Vater des Macintosh-Projekts und war unter anderem mit verantwortlich f├╝r die Entwicklung von “Drag and Drop”.

In der K├╝rze liegt die W├╝rze – John Maeda, “The Godfather of Interaction Design”, fasst die zehn Gesetze der Einfachheit zusammen. Er beschr├Ąnkt sich dabei nicht nur auf Design, sondern verallgemeinert seine Theorie auf Wirtschaft, Technik und Alltag. Der Weg zum Gl├╝ck und Erfolg komprimiert auf 100 Seiten – einfacher geht’s nicht!

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“Simplicity ist der Rettungsanker in einem Meer immer komplexerer Prozesse und zunehmend un├╝berschaubarerer Funktionalit├Ąten.”

Probiert es einfach aus;)dontclick-600x362

Ich habe einen sehr interessanten Podcast bei iTunes entdeckt. Gestalten.tv besch├Ąftigt sich mit interdisziplin├Ąren Arbeiten internationaler K├╝nstler, Designer und Architekten. Die Videos sind im Schnitt vier bis f├╝nf Minuten lang und auf einem sehr ansprechendem Niveau. Klicken!!!

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Um ansprechende Mensch-Maschine-Schnittstellen zu gestalten sind Kenntnisse in Photoshop & Co nicht ausreichend. Ein Interface ist Sehen, H├Âren, F├╝hlen (Fortsetzung folgt…). Um diese Sinne ansprechen zu k├Ânnen, ist eine Auseinandersetzung mit der Wahrnehmungspsycholgie unabdingbar.

Zu diesem Thema kann ich das Lehrbuch “Einf├╝hrung in die Wahrnehmungspsychologie” von Rainer Sch├Ânhammer empfehlen. Sch├Ânhammer ist Professor an der Burg Giebichenstein Hochschule f├╝r Kunst und Design in Halle.

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“Grundlegendes Wissen zu Sinnen und Wahrnehmung bringt dieses Buch facettenreich und lebendig nahe. Neben den “h├Âheren Sinnen” Sehen und H├Âren stellt es auch Riechen und Schmecken sowie Aspekte des Sp├╝rens – einschlie├člich des Gleichgewichtssinnes – ausf├╝hrlich dar. Dabei ber├╝cksichtigt diese Einf├╝hrung in die Wahrnehmungspsychologie die biologische und neurowissenschaftliche Sicht ebenso wie kultur- und geisteswissenschaftliche Perspektiven. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von K├Ârper und Bewegung beim Wahrnehmen, dem Zusammenspiel der Sinne (multisensorischer Wahrnehmung und Syn├Ąsthesien) und ihrem Beitrag zu ├Ąsthetischem Erleben und Atmosph├Ąre. So spricht diese Einf├╝hrung in die Wahrnehmungspsychologie nicht zuletzt Leser aus den kunstwissenschaftlichen und gestalterischen F├Ąchern an. Das Lehrbuch spart bewusst physiologische Details aus und bezieht grundlegende Erkenntnisse der Wahrnehmungsforschung anschaulich auf das Alltagsleben (Medien, Technik, gebaute Umwelt etc.).”